Audiogene Sprachstörung
Verschiedene akustische Reize wie Geräusche, Sprache, Musik, etc. stimulieren von Geburt an unsere Hörbahnreifung, die etwa mit einem Jahr abgeschlossen ist.
Das Kind lernt während dieses Entwicklungsprozesses die verschiedensten Alltagsgeräusche zu unterscheiden, Stimmen bekannten Personen zuzuordnen und wichtige von unwichtigen Geräuschen zu unterscheiden und ggf. auszublenden bzw. zu ignorieren
Damit sich das System Sprache richtig entwickeln kann, sind das Hören, Erkennen, und Verstehen von Sprache wichtige Elemente, die dafür die nötige Voraussetzung bilden.
Durch eine angeborene oder schon früh erworbene Hörstörung kann ein Kind Sprache nur mit Mühe erwerben. Für einen adäquaten Spracherwerb muss es in der Lage sein, Laute genau zu hören, denn nur so kann es sie richtig unterscheiden und sprechen lernen, was auch für den späteren Schriftspracherwerb eine wichtige Rolle spielt.
Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie der Hörstörung ist deshalb schon in den ersten Lebensmonaten unbedingt erforderlich. Eltern sollten zusätzlich schon im Rahmen der Entwicklung selbst darauf achten, ob ihr Kleinkind auf Geräusche und ihre Quellen reagiert.
Die rechtzeitige Erfassung einer Hörstörung ist eine gemeinsame Aufgabe von Eltern, Kinderärzten, HNO-Ärzten und Pädaudiologen / Phoniatern. Eltern sollten ihre Kinder nach einer umfangreichen Diagnostik und Differentialdiagnostik schon früh in eine sprachtherapeutische Behandlung geben, um ihm eine frühst mögliche und gezielte Förderung zu ermöglichen und ihrem Kind so die größte Möglichkeit geben, Lautsprache zu erlernen und das Regelsystem Sprache zu begreifen. In bestimmten Fällen kann auch der Einsatz eines „Cochlear Implantans“ sinnvoll sein, um die Wahrnehmung von Lauten zu verbessern.

